Demografische Ausgangslage der Region Köln

In Nordrhein-Westfalen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels und damit die Betroffenheit einzelner Arbeitsmarktregionen äußerst unterschiedlich. Generell gilt für Nordrhein-Westfalen: Die demografischen Veränderungen wirken sich am stärksten und am frühzeitigsten in den Städten des Ruhrgebietes sowie in den östlichen ländlichen Kreisen aus. Die nachfolgende Karte bildet die prognostizierten Entwicklungen für die Kreise und Städte des Landes Nordrhein-Westfalen ab.

Abb. 1: Bevölkerungsentwicklung in NRW 2005-2025

Daneben ist in Nordrhein-Westfalen wie auch deutschlandweit zu beobachten, dass für Städte (außer denen des Ruhrgebietes) geringere Bevölkerungsverluste prognostiziert werden als für die jeweiligen umliegenden ländlichen Kreise. Abb. 2 enthält beispielhaft die prognostizierten Zahlenwerte für die Arbeitsmarktregion Köln-Bonn: Im Gegensatz zum Landestrend wird sich die Bevölkerungs¬anzahl bis 2025 über die gesamte Region Köln-Bonn hinweg betrachtet noch leicht positiv entwickeln(+2,7%).

Abb. 2: Bevölkerungsentwicklung in der Arbeitsmarktregion Köln-Bonn 2005-2025 (Quelle: LDS NRW und Stadt Köln)

Für die Region Köln-Bonn gilt jedoch insbesondere, dass sich die Altersstruktur in den ländlichen Kreisen hinsichtlich der Zahl der potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Arbeitsmarkt nachteilig verändern wird. Die Anteile der jüngeren Erwachsenen  (Alter 20-40) und die der älteren Erwachsenen (Alter 40-60) schrumpfen deutlich. Beispielhaft sei auf die Prognose der Altersstruktur für den Rheinisch-Bergischen Kreis verwiesen.

Abb. 3: Entwicklung der Altersstruktur im Rheinisch-Bergischen Kreis (Quelle: LDS NRW)    

Die Region Köln-Bonn weist somit eine für Nordrhein-Westfalen und Deutschland repräsentative Entwicklung bezüglich der demografischen Entwicklung auf: Sie enthält sowohl einige Städte mit noch leichtem Bevölkerungswachstum als auch ländliche Regionen mit stark schrumpfen-dem Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung. Der Rückgang der Anzahl von 20-60-jährigen Menschen (und damit potentiellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern) um fast 20% fällt in einer Region an, die bereits im Jahr 2007 einen Bedarf von 1.036.918 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitskräften aufwies.